StartOrteNünschweiler

Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben

Nünschweiler

Zwischen Pirmasens und Zweibrücken, mit dem ältesten Bauwerk der Verbandsgemeinde und viel Platz je Einwohner.

Einwohner
760Stand 31.12.2025
Fläche
9,98 km²
Dichte
76je km²
Höhe
320 müber NN
Erste Erwähnung
Kirchturm von 1054
Postleitzahl
66989

Wofür der Ort bekannt ist

Nünschweiler liegt im Pirmasenser Hügelland, ungefähr mittig zwischen zwei Arbeitsorten: Pirmasens im Osten, Zweibrücken im Westen. Für Familien, in denen zwei Menschen in zwei verschiedene Richtungen zur Arbeit fahren, ist das eine seltene Konstellation — beide Wege sind kurz, und keiner muss den weiteren nehmen. Die Anbindung läuft über die Landesstraße 471 und die Kreisstraße 10, die Autobahn 8 ist in wenigen Minuten erreicht.

Wofür der Ort bekannt ist, steht mitten im Dorf: Der Turm der katholischen Kirche stammt aus dem Jahr 1054 und ist in seiner ursprünglichen Form erhalten. Das ist das älteste Bauwerk aller zwanzig Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde — ein knappes Jahrtausend, und die meisten Leute, die täglich daran vorbeifahren, wissen es nicht.

Die evangelische Kirche ist erheblich jünger, aber nicht weniger auffällig. Sie wurde zwischen 1906 und 1908 nach Plänen des Architekten Karl Doflein errichtet; die Gemeinde selbst nennt sie das Schmuckstück des Ortes. Einziges Naturdenkmal auf der Gemarkung ist die Dorfkastanie.

Mit knapp zehn Quadratkilometern Fläche für 760 Einwohner ist Nünschweiler die am dünnsten besiedelte der fünf Gemeinden mit der Postleitzahl 66989 — rund 76 Menschen je Quadratkilometer. Das merkt man an den Grundstückszuschnitten und an der Ruhe. Zur Gemeinde gehören außerdem die Wohnplätze Dusenbrücken und Huberhof.

Der älteste Stein weit und breit

Ein Kirchturm aus dem Jahr 1054

Als dieser Turm gebaut wurde, war der Erste Kreuzzug noch vier Jahrzehnte entfernt und die Salier regierten das Reich. Der Turm der katholischen Kirche in Nünschweiler hat Kriege, Brände und zwei Dorfzerstörungen im Dreißigjährigen Krieg überstanden und steht heute noch in seiner ursprünglichen Form.

Es ist der Art von Fund, für die man sonst in einen Reiseführer schaut — hier steht er an der Straße, in einem Dorf mit 760 Einwohnern.

Auf einen Blick

Lage & Pendeln

Zwei Städte, zwei Richtungen

Pirmasens im Osten, Zweibrücken im Westen — Nünschweiler liegt dazwischen. Wer mit zwei Einkommen aus zwei Städten plant, findet hier eine Lage, die beides bedient, statt einen Weg zu bevorzugen.

Angebunden über L471 und K10, Anschluss an die A8 in der Nähe.

Wohnen & Bauen

Neubaugebiet in der Umsetzung

Die Gemeinde entwickelt derzeit ein neues Baugebiet; erste Häuser stehen bereits. Für einen Ort dieser Größe ist das keine Selbstverständlichkeit — auf der Sickinger Höhe sind freie Bauplätze inzwischen die Ausnahme.

Rund 76 Einwohner je Quadratkilometer: die dünnste Besiedlung im Umkreis, entsprechend großzügig sind die Grundstücke im Bestand.

Leben im Ort

Zwei Säle für 760 Einwohner

Nünschweiler hat ein ausgeprägtes Vereinsleben — vom Gesangverein über die Feuerwehr bis zu Sport und Brauchtum. Dass ein Dorf dieser Größe sowohl eine gemeindliche Mehrzweckhalle als auch eine eigene Halle des Gesangvereins unterhält, sagt mehr über das Ortsleben als jede Beschreibung.

Ortsbürgermeister ist Jürgen Beil, 2024 mit 87,9 Prozent im Amt bestätigt — das höchste Ergebnis der Nachbarschaft.

Geschichte in Kürze

Zweimal niedergebrannt

Der Ort gehörte zu Pfalz-Zweibrücken, war von 1798 bis 1814 französisch und kam anschließend zu Bayern. Im Dreißigjährigen Krieg brannte Nünschweiler zweimal nieder.

1877 wurde ein Schulhaus gebaut. Die bäuerliche Grundstruktur ist bis heute erkennbar — die Gemeinde beschreibt sich selbst so.

Fotos folgen

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Eigene Bilder aus Nünschweiler, Grundstückspreise und die Termine der Feste tragen wir in den kommenden Wochen nach. Wir schreiben nichts, was wir nicht geprüft haben — deshalb steht hier lieber weniger als etwas Erfundenes.

Warum die Pfalz einmal bayerisch war →